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Zwei Tage- Zwei Dates

Nachdem P. mich nicht will, habe ich mich auf der SD- Plattform weiter umgeschaut und zwei weitere Kandidaten gefunden. Einen zweiten P. und einen A.
Mit dem neuen P. habe ich mich am Mittwoch getroffen, ausgemacht war 17 Uhr. Ich stehe natürlich ewig im Stau und es wird 17.30. Dort angekommen bin ich nervöser als jemals zuvor. Ein großer Mann macht mir die Tür auf, eine sanfte tiefe Stimme. Er zeigt mir die Wohnung, die wirklich Geschmack hat und er macht mir einen Espresso, dazu gibt’s Sachertörtchen auf dem Balkon. Wir unterhalten uns ein wenig, er ist mir gleich sympathisch. Vielleicht stimmt es, dass Frauen innerhalb von Sekunden entscheiden, mit wem sie Sex haben und mit wem nicht. Kommt mir auf jeden Fall immer mehr so vor.

Wir entschieden uns für den Italiener im Stadtkern, also raus und ins Auto. Ein Jeep, Vollausstattung. Wäre ich kleiner gewesen, hätte ich reinklettern müssen. Bin ich aber nicht. Er und ich passen Größenmäßig sowieso gut zusammen. Er 1,95, ich 1,87. Perfekt. Da gehen sogar noch hohe Schuhe. Beim Italiener teilen wir uns die Vorspeisenplatte und ich esse dann Tortellini mit Spinat und Ricotta, er Spaghetti di Mare.
Wir sind beide Raucher, mit ungefähr der selben Suchtmenge. Immer wenn ich denke ich bräuchte eine, schlägt er vor eine rauchen zu gehen und umgekehrt.
Danach laufen wir wieder zum Auto, vollgefressen. Er ist nicht der typische Angeber oder Proll. Er hat Bodenhaftung, Dialekt und irgendwie etwas bäriges an sich.
Als wir wieder bei ihm sind zeigt er mir seine Maschinen, eine Renn- und eine Straßentaugliche. Sehr schick und ich werde beim drauf sitzen fast ein wenig feucht. Rrrrr.
Wir gehen hoch und ich sehe, dass er sky hat. Jeder der nicht halbwegs hinter’m Mond lebt, weiß, dass zurzeit 7. Staffel GoT läuft. In seiner Bibliothek sehe ich die Bücher ordentlich aufgereiht.
Mit einer kleinen Bestechung, schauen wir die erste Folge und sind beide nackt, weil wenn wir schauen, dann nur nackt. 😀 Ich lag die ganze Zeit seelenruhig auf seinem Bauch, warm, weich, bequem, für gut befunden. Als der Abspann läuft schaue ich zu ihm hoch, grinse ihn an und küsse ihn. Er erwidert meinen Kuss. Sofort spüre ich den Adrenalinschub und mein Herz pocht. Ich sehe wie er hart wird und verwöhne ihn ein bisschen, mit mäßigem Erfolg. Geil war er dann auf jeden Fall. Er hat mich dabei gestreichelt und ich bin auch schon auf Hochtouren. Er fragt, ob wir ins Bett sollen, ich bejahe das. Er trägt mich ins Bett, noch nie erlebt und fühlt sich wirklich gut an. Und dann die Überraschung. 2×2,2m Boxspring. Eine kleine Wolke. Er legt sich zwischen meine Beine und massiert ganz zart meinen Kitzler. Er weiß wo er hin muss und was er will. Sowas gefällt mir an Männern. Ich habe es genossen, denn er wurde immer ein bisschen schneller und intensiver. Kaum merklich, aber das steigerte meine Lust ins Unermessliche bis ich schließlich laut und krampfend kam. Er grinste mich an und ich zog ihn hoch, küsste ihn und führte ihn unbemerkt an die richtige Stelle. Ich drückte mich von unten an ihn, doch sein Schwanz war extrem dick. Beim ersten Eindringen tat es fast ein bisschen weh, aber unsere Körper passten sich schnell aneinander an. Er fickte mich, Missionarstellung. Bis ich ihn wegschubste und mich an seinem Schwanz zu schaffen machte. Ich bließ ihn, er war hart und groß, bis er schlussendlich leise stöhnend kam. Hmmm, lecker. Fast ein wenig süsslich. Wir bleiben liegen und kuschelten ein wenig. Verabredeten uns für Samstag erneut und ich ging dann. Er musste ja am nächsten Tag arbeiten.

Donnerstag: A. holte mich mit seiner G-Klasse ab. Dort musste ich tatsächlich hineinklettern. Wer entwirft denn ein Auto in das niemand reinkommt.
Wir fuhren in die Stadt und liefen in ein Rooftop-Cafe. Ich trank Latte, er einen Pott.
Wir wurden längere Zeit erstmal gar nicht warm, das Gespräch war anstrengend. Von einem Thema zum nächsten zu ziehen.
Um 19 Uhr hatte er dann in der Sushi Bar reserviert und wir liefen dort hin. Ich immer noch mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Er trank dort japanisches Bier, ich eine Weinschorle. Und dann kam das Sushi und ich weiß nicht, was es war, aber in dem Moment ist das Eis gebrochen. Wir unterhielten uns leichter, kamen von allein immer weiter und öffneten uns auch dem anderen mehr. Nach dem Essen ging es zum Auto und ab zum Flughafen. Dort gibt es eine wunderschöne Bar/Disco und wir holten uns Bier und Spritz. Rauchten und unterhielten uns. Um 1 meinte er, er müsse morgen früh aufstehen. Wir holten uns also noch einen Espresso und gingen. Er ließ mich vor der Haustüre raus und küsste mich zärtlich auf den Mund.

Fazit: P.2 werde ich heute wiedersehen. Ich freue mich unheimlich darauf. A wohl eher nicht mehr. ich habe zwar beide Treffen genossen, aber der Funke springt nicht immer über.

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Kartenhaus

Heute morgen schalte ich meinen Laptop ein und schaue in meine E-Mails. Ich wartete schon einige Tage auf eine Antwort von P.. Heute war sie endlich da. Voller Vorfreude mache ich sie auf und mir entgleiten die Gesichtszüge. Er schreibt mir, dass der Abend nett war, genauso wie der Sex, es war nett und das wir uns nicht wiedersehen erwähnt er auch noch nebenbei.
Er schwafelt noch ein bisschen über seine erste Freundin und das war’s.

Ich war im ersten Moment traurig. Ich hatte mich sehr auf die Erlebnisse gefreut, andere Länder zu sehen und zu lernen (tatsächlich) und das mit einem Mann, der mir gefällt und dem ich wohl zu schnell zu viel Vertrauen geschenkt habe.
Und dann kam eine fürchterliche Wut in mir hoch. Ich merkte, dass das die erste Abfuhr meines ganzen Lebens ist. Ich wurde noch nie abserviert. Ja ich hatte noch nicht einmal ein Nein von einem Mann gehört.
Es ist ein schreckliches Gefühl. Mir kullert sogar eine Träne über’s Gesicht und ich weiß nicht einmal warum. Ich kenne diesen Mann nicht, aber dass er mich nicht will, ist neu für mich.
Aber gut das Leben geht weiter und in diesem Moment schreibt mir ein Kontakt aus München. Er schreibt immer wenn ich gerade schlecht drauf bin, Telepathie oder so.
Ich schreibe ihm, dass ich schlecht drauf bin, wusste er natürlich schon. Er lädt mich zu sich ein, also steige ich ins Auto und fahre heute Mittag nach München.

Er empfängt mich, wie soll es anders sein, natürlich nackt, nachdem ich im Weltuntergangsregen des heutigen Tages komplett durchgeweicht wurde. Also auch ich raus aus meinen Klamotten. Er bringt mir einen Tee und wir liegen auf der Couch und reden. Ich erzähle was passiert ist, ihm kann ich alles erzählen, fast wie ein fremder Freund, denn ich habe nicht mal seinen Namen im Handy eingespeichert.
Ich kuschelte mich an ihn und wir blieben so bis um 17.30 liegen, wunderschönes Gefühl. Sehr sympathischer Mann und ich bin schon gar nicht mehr so schlecht drauf.

Um 18 Uhr schmeißt er mich raus. Ich steige ins Auto ein und fahre Richtung Heimat. Um 18.30 klingelt das Telefon. Ich habe natürlich mein Headset zuhause liegen lassen, fahre also auf den nächsten Parkplatz und rufe zurück. Eine nette ältere Männerstimme geht ran, hatte ich fast vergessen, M. wollte mich anrufen. Er ist auch von der Sugardaddy Webseite und kommt aus meiner Nähe. Wir unterhalten uns gut und machen für Mittwoch ein Treffen aus, irgendwo was Essen gehen, klingt gut, Hunger hab ich immer.

Also fahre ich weiter und komme dann etwas gerädert und erfroren zuhause an. Meine Stimmung ist wieder auf dem Tiefpunkt, als mein Kerl schreibt (Kerl steht hier für Mann, von dem ich eigentlich mehr erwarten würde und mir mehr vorstellen könnte, wenn er nicht so wäre wie er wäre). Er schreibt wie es mir geht, ich bin ehrlich und antworte dreckig. Schreibe ihm einen Kurzabriss meiner letzten Woche und das einzige, dass zurück kommt ist ein dahin geklatschtes Selber Schuld. Na toll, das hilft mir sehr. Er ist sauer, ich bin sauer weil er sauer ist. Wir sind nicht zusammen und er beteuert immer wieder, dass ich mich ausleben darf. Und jetzt? Männer sind aber auch soooo kompliziert.

Ich liege mittlerweile im Bett, meine Laune ist noch nicht besser, aber vielleicht hilft ja eine Nacht drüber schlafen was. Wir werden sehen, bis Morgen und cheerio Mister Right.

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Freitagabend

Kleiner Tagebucheintrag:

Ich bin durch die App Jodel auf den PoJoSo gekommen (PornoJodelSonntag). Das ist eine Tumblr-Seite auf der Studenten Nacktfotos posten. Ich postete vor einigen Wochen ein Bild von mir. Mal wieder einer dieser Selbstversuche. Auf dem Bild war nur mein Po zu sehen und ich bekam unheimlich viele Anfragen und Kommentare.

Eines dieser Kommentare war eine Anfrage für eine Kik-Gruppe. Da dachte ich: Das mach‘ ich jetzt! Ich zeige mich gern und wenn das anonym ist, ist alles gut.
Also schrieb ich dem Kik-Namen und wurde der Gruppe hinzugefügt… ich muss zugeben dort bin ich sehr wenig aktiv. Das kickt mich nicht, untervögelten Studenten meine primären und sekundären Geschlechtsteile zu schicken.
Nur einer von ihnen interessierte mich wirklich.

Nennen wir ihn hier mal A.. A. ist genauso alt wie ich, studiert auch in meiner Stadt, nur einen technischen Studiengang.
Er schreibt mir am Freitag Abend persönlich. Ich muss zugeben, ich war schlecht drauf, war alleine zuhause gesessen und wollte grade den Kühlschrank zum Frustfressen plündern.

Er zeigt ein Foto von sich, gefällt mir, Sixpack-Ansatz und er scheint recht groß zu sein und er fragt mich, was ich in der Gruppe denn überhaupt suche. Ich schicke ihm auch noch ein Foto von mir und erzähle, dass ich mich gern zeige, aber die Gruppe mich nicht kickt und ich dann doch lieber etwas reales hätte.
Er steigt darauf ein, meint, dass wir nicht allzu weit auseinander wohnen.
Wir schreiben und einigen uns noch auf diesen Abend. 22.00. Also ab in die Dusche, Schminke drauf, Haare kneten und einen Jumpsuit mit nichts drunter, es war ja wohl klar wofür ich dort hinfahre.

Also ab ins Auto und noch Kippen kaufen. Es sind tatsächlich nur 15 km und ich bin halbwegs pünktlich. (Das schaffe ich eher selten, muss ich zugeben)
Klingle und blamiere mich erstmal, weil ich mir immer erst die Klingelschilder anschaue und dann jeweils den Stock weiter hochlaufe und auf einmal kommt vom Stock über mir ein: Eine Etage noch! Toll, das muss ausgesehen haben, aber mir vollkommen egal.

Ich mache meinen ersten Schritt in die Wohnung, Studentenbude, WG, die Mitbewohner ausgeflogen. Er führt mich durch die Küche auf den Balkon und wir reden erstmal ein wenig, rauchen eine und werden lockerer. Meine Anspannung löst sich ein wenig.
Wir trinken einen Jägermeister und er zeigt mir sein Zimmer. Passt schon. IKEA eben.
Ich lege mich auf’s Bett und er macht Musik an. Drake. Passt. Er legt sich zu mir und wir schäckern noch kurz und dann küsst er mich, ohne Zunge. Das mach ich beim ersten Mal eigentlich immer so. Die meisten Männer können mit Zunge nicht küssen, leider.

Er streichelt mich ein wenig, ich ihn auch und es wird leidenschaftlicher. Ich drehe mich auf den Bauch und mache den Reißverschluss auf und bin praktisch schon nackt. Ich ziehe ihm das Shirt über den Oberkörper, sieht richtig schick aus, schmal aber hübsch.
Allgemein passt dieser Kerl gut in mein Beuteschema: blond, schöne Augen, groß und muskulös. Das einzige das nicht passt ist das Alter.
Eine Freundin von mir hatte immer den Spruch: Alles unter 30 ist zu unerfahren!
Ich sollte eines besseren belehrt werden.

A. war frisch getrennt aus einer längeren Beziehung. Im Normalfall tragen Teenie-Beziehung zum SexfähigkeitenFaktor nicht bei, weil man eben das reden über Sex und Vorlieben erst lernen muss. Seine Ex war also auch schon etwas weiter. Er verwöhnt mich ein bisschen und das wirklich gut. Ich war fast ein bisschen überrascht und wurde heiß. Der Sex war wirklich gut und in dem Alter kann Mann auch noch drei Runden, mit einer Schischa-Pause dazwischen, aber das tut ja nichts zur Sache. Nach der letzten Runde kuschle ich mich an ihn, wunderschönes Gefühl. Mir fällt es im nächsten Moment, wie Schuppen von den Augen. Sex schön und gut, es war wirklich guter Sex, aber die Nähe ist das, was ich in diesem Moment tatsächlich am meisten vermisse. Gerade nach meinem Date mit P. bei dem ich es mich tatsächlich einfach nicht getraut habe.
Wie auch immer, ich kam so runter, dass ich auf seiner Brust kurz eingeschlafen bin.
Ich zucke hoch und hab ihn in dem Moment wohl etwas verstöhrt angeschaut. Er meinte ich könnte auch bei ihm schlafen und nach meiner Kuschel-Attacke war mir das mehr als nur Recht. Also Decke drauf und Löffelchen (wenn der Mann größer ist fühlt sich das ganz anders an, ganz neue Erfahrung für mich). Ich freute mich sogar über den Gute-Nacht-Kuss. Am nächsten Morgen haben wir natürlich verschlafen. Er musste schnell los und ich war innerhalb von vier Minuten aus der Wohnung draußen.
Zu schnell für mich Morgenmuffel, aber war eben so.

Fazit: Ich hab das kuscheln mehr genossen als den Sex, vielleicht wegen Berlin, ich weiß es nicht. Aber ich bräuchte das nicht jeden Abend. Eine Beziehung ist für mich momentan einfach nicht das richtige. Und so genieße ich zurzeit einfach mein Leben, ohne darauf zu achten, wer mich dafür haten könnte oder eben nicht. Männer werden ja auch gefeiert für jede Frau, die sie „geknallt“ haben. Das können wir Frauen schon lange!

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Schönheitsideal

Ich bin Generation Hip, Generation Instagram, Generation Mobbing.

Ich bin gerade 20 geworden und habe das Internet mit seinen guten, wie seine schlechten Seiten seit meiner Kindheit an meiner Seite.

Immer wird über dieses kranke Schönheitsideal geredet, Magermodels werden gehatet, doch man darf natürlich auch nicht zu dick sein. Das ist ungesund.
Heute ist Gesundheit so wichtig geworden, dass Instagram bei healthyfood mehr ausspuckt als bei Pommes, Burger und Co. oder? So ein Quatsch, an jeder Ecke sprießen die Burgerläden, genauso aber die Fruchtsmoothies und Fertig-Salate.

Was ist denn nun Ideal? Und für wen? Und ist es erstrebenswert, ideal zu sein?
Viele Fragen und das ganze ist mehr als nur verwirrend. Ich war ein dickes Kind, pummelig, Doppelkinn. Meine Schwester war immer eher zu mager. Wir waren beide hübsche Kinder. Keine Frage, weil die meisten Kinder hübsch und süß sind.

Dann kam die Pubertät: Meine Schwester hatte nie Probleme. Sie war beliebt, weil sie so aussah, wie es ihr Umfeld für richtig ansah. Leichtes Leben. Möchte man zumindest schnell meinen. Aber die garstigen Klein-Menschen sind grausam sie finden immer etwas, immer.
Bei mir war das einfacher, ich war nicht sonderlich beliebt, hatte meinen eigenen Kopf und wollte nicht „mitlaufen“. Trotzdem ging der Magerwahn auch an mir nicht vorbei.
Ich nahm ab, dann wieder zu. Jahr für Jahr ging das so. Mal sah ich dürr und mal übergewichtig aus. Ich kannte also beide Seiten der Blicke der Leute.
Doch wo fühle ich mich besser? Mager ohne Brust und Po, dick mit einer breiten Hüfte und wabbelnden Oberschenkeln?
Wo sieht die Gesellschaft mich lieber. Konsumieren muss ich so oder so, ich kann nur entscheiden ob ich mein Geld ins Fitnessstudio, Salat und Hipster-Superfood stecke oder eben in Burger, Schokolade, Chips und Kino.

Ich habe da meine eigene Meinung. Man muss sich selbst gefallen, das ist selbstverständlich. Man muss gesund sein, was eine Frau mit 196 Kilo definitiv nicht mehr ist, genauso wie eine 1,80 Frau mit 40 Kilo.
Das Mittelding ist dann wohl das beste, lässt sich daraus schließen, oder nicht?
Für mich muss ich das leider mit Nein beantworten. Ich bin 1,87m groß und wiege heute morgen 75 Kilo. Ich gefalle mir größtenteils. Ich fühle mich nicht dick, nein keinesfalls.
Ich stehe mit einem BMI von 21,4 recht gut da würde ich sagen. Der Online-Rechner spuckt auch gleich die Spanne des Normalgewichts für meine Größe aus. 66-85 Kilo.
Ich habe Anfang diesen Jahres 90 Kilo gehabt und genau vor einem Jahr 65 Kilo. Ich kenne als die Spanne sehr gut und kann vergleichen. Und ich muss sagen, ich persönlich finde mich molliger schön, weil ich dann schönere Rundungen habe. Ich finde mich auch dünner schön, weil ich dann schönere Brüste und einen anderen, nicht flacheren PO habe und mir eine schlanke Taille sehr gut gefällt.

Also was folgern wir daraus? Dick und dünn finde ich gleich gut, hat ja schließlich alles sein Vor- und Nachteile. Doch was ist mit dem vorhin angesprochenem Mittelding. Dort befinde ich mich gerade jetzt und ich muss sagen, ich fühle mich viel weniger wohl als in einer der beiden Extremen. Meine Brüste passen, mein Po wabbelt noch ein bisschen. Mein Bauch ist relativ flach geworden. Doch meine Hüfte ist enorm breit, weil ich dort zuletzt Gewicht verliere. Ich sehe unförmig aus, für mich persönlich nicht Ideal. Laut Rechnern bin aber jetzt, genau jetzt, im Idealgewicht.

Für mich folgt aus diesem ganzen blabla der Medien, dem Internet und allen anderen, eigentlich nur, dass die meisten Menschen einfach selbst keinen Plan haben. Sie wollen alle dünner werden, schaffen es aber nicht weil der Wille nicht da ist.

Für mich steht an dieser Stelle mal wieder fest, dass ich noch ein paar Kilo runter muss damit sich meine Hüfte relativiert. Mehr nicht. Und ich weiß, dass ich das schaffe, weil der Wille da ist, mir immer zu 100% zu gefallen und in diesem Moment sind es eben nur 97%.

 

Sugardaddy · Sugardating

Date!?

Ich habe euch schon in meinen letzten zwei Einträgen über das Sugardating erzählt. Hier kommt jetzt mein erstes Date mit P.

Mittwoch morgens, 9.00: Ich wache auf und bemerke gleich meinen nervösen Puls. Im Normalfall habe ich einen Ruhepuls zwischen 55-60. An diesem Morgen waren es 85.
Ich stand also auf, machte mich fertig und packte mein Handgepäck. Eine Nacht Berlin.
12.00: Ich mache mich auf den Weg zum Flughafen. Das Date alleine ist es nicht, dass mich so sehr nervös macht. Die ganze Situation lässt mein Hirn immer wieder schreien, ob ich denn jetzt ganz bescheuert bin. Meine inneren Alarmglocken läuten Sturm. Am Flughafen bin ich etwas verzweifelt, denn ich bin noch nie geflogen. Schaue auf meine boarding card und sehe dort einige Vermerke- Security fast Lane und Priority Check in- also los und durch die Security. Ich wurde mit großen Augen angesehen und verstand im ersten Moment nicht warum (bis ich durch Google herausfand, was der Titel auf der Boarding card bedeutet), dachte erst es wäre meine Größe und gut, ich hatte mich schon zurecht gemacht, damit ich nach etwas aussehe. Der Security machte sich dann auch gleich lustig über meine Größe, bis ich ihm einen mörderischen Blick zuwarf und einen Spruch fallen ließ, der sich gewaschen hatte. Also zog ich nach dem Detektor meine Schuhe wieder an und packte meine sieben Sachen. Ich lief dann etwas verloren durch diesen Flughafen und bemerkte, dass die Stöckelschuhe keine gute Idee gewesen waren, zu spät. Am Gate angekommen setzte ich mich. Und ungelogen: Es saßen dort um die 30 Leute, die alle Anzughose und hellbaues Hemd trugen. Fällt euch Business-Männern nichts besseres ein? Ich war etwas schockiert und schaute zu der Schalter Frau. In den Filmen sind die irgendwie hübscher, vor allem auch die Stewardessen. Fand ich doof, da hat man ja gar nichts zum gucken.

15.00: Boardingbeginn, Ich laufe an der Schlange vorbei, halte mein Ticket unter den Piepser und laufe zum Bus, getreu dem Motto: Sicheres Auftreten bei kompletter Ahnungslosigkeit. Gut so schwierig ist fliegen nicht, aber meine Nervosität war da.
Im Flieger (ne DASH8 Propellermaschine- sehr cool) bleibt der Platz neben mir als einziger frei. Ich wundere mich und auch hier erklärt mir Google, dass dies ab einem bestimmten Status eben so ist. Also geht der Flug los. Ich lese ein bisschen und höre Musik. Nach Berlin ist es ja wirklich nur ein Katzensprung. Dort am Flughafen laufe ich aus der Halle und brauche erstmal eine Zigarette. Also stellt man sich zu den ganzen Urlaubern und macht sich eine an. Die Blicke waren von, oha, die traut sich, zu einem abwertendem Blick komplett dabei. Ich lese gerne Gesichter, aber dort war kein einziges freundliches dabei. Ich steige darauf hin in ein Taxi, lasse mich wie von P. empfohlen zum KaDeWe bringen und steige dort aus. Berlin. KaDeWe war ich schon ewig nicht mehr. Also rein da! Das musste sein und eine halbe Stunde später wieder enttäuscht da raus, leisten kann ich mir leider dort nichts. Studentin eben.
Da P.’s Besprechung länger dauert schreibt er mir kurz, dass ich doch schon mal zum Hotel soll und mich dort in der Bar auf die Terrasse soll. Gesagt, getan, also wieder ab ins Taxi, mittlerweile ist es 18.00 und los zum Hotel. Dort angekommen werde ich vorgefahren und steige aus, vollkommen baff wie dekadent eine Hotelanlage sein kann und begebe mich in die Bar. Dort bestelle ich mir meinen ersten Kaffee des Tages, viel zu spät, lese mein Buch weiter und warte und warte und warte. Ich schreibe P. wo er denn bleibt und bekomme nur die Antwort, dass es noch dauert. Mir wird flau im Magen, sollte das alles sein? Ich bekam es mit der Angst zu tun. Für ein Hotel und den Rückflug hatte ich nicht genug Geld dabei, also blieb mir nur übrig zu warten und das tat ich. Um 19.40 endlich die rettende Nachricht. Er ist auf dem Weg, um 20.00 wäre er da, zwei Stunden zu spät aber ich bin geduldig, manchmal.

20.00: Ich bin gerade in eine der spannendsten Stellen meines Buches vertieft und genieße die letzten Sonnenstrahlen die auf meine Beine fallen. Jemand tippt mich von hinten an, ich drehe mich um und sehe in ein breit grinsendes Gesicht. Mustere ihn kurz und gebe ihm die Hand. Sehr förmlich fand ich. War aber wohl genau richtig in dem Moment. P. trägt eine Jeans, Polohemd und gucci-Sneaker, wie er mir später erzählt hasst er Anzüge.  Er setzt sich, regt sich kurz über sein Meeting auf und geht dann auf mich ein, wie mein erster Flug war, was ich bis jetzt getan habe, und und und.
Er fragt ob ich Hunger hätte, natürlich den hab ich immer! wollte mich aber erst noch umziehen und frisch machen. Also gehen wir in sein Hotelzimmer. Ein halber Ausdauerlauf durch so eine Hotellobby, wenn einen eigentlich niemand sehen darf. Schnurstracks geht er in den Aufzug, steckt seine Zimmerkarte in den Schlitz und drückt auf den 8. Stock. Auf die Frage hin, warum die Karte, sagt er, dass dies eine besondere Etage sei. Bemerkte ich auch beim aussteigen. Es gibt dort ein Bistro nur für dieses Stockwerk und in diesem Stockwerk gibt es nur 10 Zimmer. Wir laufen an das Ende des Flures und er öffnet die Tür und fragt ob ich eine Führung bräuchte, ja in der Tat, schon ein bisschen. Also zeigt er mir den Konferenzraum, das Wohnzimmer, den Gästebereich, die kleine Küche, das Arbeitszimmer und das Schlafzimmer. Allein das Badezimmer war so groß, wie ich meine Hotelzimmer gewöhnt bin. Ich zog mich also schnell um, richtete die Haare und das Make-up und los ging es. Ab ins Taxi und los ins Restaurant. Dort wird sich mit Handschlag begrüßt, nachdem man an der wartenden Schlange vorbeigelaufen ist. Das Restaurant liegt in einem wunderschönen Berliner Innenhof. Wir setzen uns und unterhalten uns noch ein wenig. Er bestellt den Wein über den wir vorher genauestens beratschlagt haben. Österreichischer Grüner Veltliner. Kann man machen, war auch wirklich gut. Dazu gab es als Vorspeise Austern (er brachte mir erstmal bei wie sowas zu essen ist), einen Special Thunfisch als Zwischengang, ein Steak mit Gänse-Stopf-Leber (???) und einem speziellen Salz (Fleur de….). Ich hatte noch nie so himmlisch gegessen, muss ich gestehen. Ich hatte vorher Knigge gegooglet und habe mich ganz gut gehalten, das Weinglas richtig gehalten und benutztes Besteck nicht mehr auf den Tisch gelegt, dafür habe ich auch gleich ein kleines Lob bekommen.
Wir unterhielten uns, er fragt mich viel nach meiner Kindheit und was ich bis dato so gemacht habe in meinem Leben. Ich frage ihn, was er so macht und gemacht hat. Er erzählte so einiges, ich kann fast nichts davon wiedergeben, da es ein bisschen verwirrend war. Das einzige, dass sich wirklich eingebrannt hat: Er ist glücklich verheiratet seit 30 Jahren und hat zwei Kinder, die älter sind als ich. Mit seiner Frau ist das alles abgesprochen. Im Nachhinein bekomme ich immer noch ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich darüber nachdenke.
Mittlerweile ist es 23 Uhr, wir sind beide lockerer geworden. Ich fühle mich sicher und habe erstes Vertrauen aufgebaut und bemerkt, er ist kein Psycho, nur eigen. Ich wüsste nur zu gern, was genau er von mir hält und was er mit mir vorhat, in diesem Moment, sowie nach diesen gemeinsamen Stunden. Er bestellt die Rechnung nachdem wir uns beide gegen ein Dessert entschieden haben, ich dachte mir fallen die Augen aus als ich über den Tisch in das Lederbüchlein sah. Da stand doch tatsächlich eine 4 vor der 3 und der 0. 430 Euro für ein Abendessen, das zwar hammermäßig war, aber eben doch nur Essen! Ich ließ mir nichts anmerken und er zahlte mit einer Karte die ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen hatte, schwarz und nicht aus Plastik, komisches Ding.
23.30: Wir steigen in das nächste Taxi und lassen uns zu einer Bar fahren. Er stellt sie mir als eine Spielbar vor. Das Spiel geht so, man setzt sich an einen Tisch an dem man das ganze überblicken kann und spielt, Wer ist der Escort? Wir bestellen für ihn einen Dry Martini mit Gurke und für mich einen Tante Lilli. Beide Gurken-affin fällt mir da gerade auf. Wir stoßen an und ich hole meine E-Zigarette raus. Das war ein No-Go, wenn dann richtig meinte er. Ok, dann brauche ich neue Zigaretten, meine sind leer. Er steht auf und zwei Minuten später steht er mit der richtigen Marke vor mir. Wow, gute Aufmerksamkeitsspanne. Wir redeten noch ein wenig und kamen, auch durch den Alkohol in immer versautere Themen. Sex macht uns beiden offensichtlich verdammt viel Spaß und wir haben die zueinander passenden Vorlieben, so weit so gut.
Um 1.00 machen wir uns dann wieder auf den Weg ins Hotel, nachdem ich noch meinen Lieblingsscotch bekommen habe (ja ich liebe ihn). Also wieder ab ins Taxi und zurück, natürlich nicht dort vorfahren, uns darf ja niemand sehen und falls doch, hatten wir uns eine Alibi-Geschichte bereit gelegt, die an diesen beiden Tagen nicht zum Einsatz kam (Puh….). Dort angekommen wieder durch den Special-Flur in die Special-Suite. Man muss zugeben, wir waren beide etwas angeschickert, ich wohl mehr als er. Wir plünderten die Mini-Bar die in diesem Zimmer etwas anders ausfiel. Champagner, RedBull, Schnaps…alles Markenware und alles kostenlos und in normalen Größen. Wir entschieden uns für den Champagner und ich schenkte ein während er sich um die Musik kümmerte.
Wir setzten uns auf die riesige Couch und stießen an, genossen den Moment, bis ich auf einmal seine Lippen auf meinen spürte. Komisches Gefühl, ich küsse relativ selten. Es war ein komischer Kuss, sehr leidenschaftlich für zwei fast fremde Menschen. Er zog mich hoch und zeigte auf die bodentiefen Fenster über die wir schon von Anfang an geschäckert hatten. Er zeigte mir den Freiheits-Engel und alle wichtigen Gebäude, dabei stand er hinter mir. Ich spüre seinen Atem, seine Wärme. Er macht noch einen Schritt auf mich zu und fasst mir an den Po, nimmt mir das Glas aus der Hand und stellt es auf den Tisch hinter uns. Ich lächle ihn an und hoffe, dass er seine Fantasie ausleben will, die wir zusammen im Chat ausgesponnen hatten. Dazu muss man sagen ich bin devot, er definitiv dominant. Er kommt wieder zu mir und legt seine Hände um meine Taille, lässt sie ein Stück nach oben und wieder nach unten wandern, zieht mir mein Kleid über den Kopf und ich stehe da, halbnackt vor der Skyline, das macht mich geil. Als ich mich zu ihm drehen will, drückt er mich mit Kraft an das Fenster, ich stöhne auf und mein Atem wird stärker und lauter. Er drückt seinen Schritt an meinen Po und ich spüre, dass er schon hart ist. Er zieht meine Hände über den Kopf und meint ich solle sie oben lassen. Ich tue was er sagt und stehe präsentierend vor dem Fenster. Er macht meinen BH auf und zieht ihn mir aus und im nächsten Moment hängt mein Höschen auch schon an den Knöcheln. Ich soll den Blick nicht von der Skyline abwenden. Dann höre ich einige Sekunden gar nichts. Anscheinend genießt er den Anblick wie ich dort stehe, denke ich zumindest, bis ich im nächsten Moment nur seine Hand auf meinem Po spüre, es pochte und im nächsten Moment spüre ich sie auch auf der anderen. Ich ziehe die Hände runter und will mich grade selbst bemitleiden, als er meine Hände abfängt und mir hinter den Rücken dreht. Oben lassen, knurrt er, direkt neben meinem Ohr.
Er zieht mich auf die Couch und nimmt die beiden Gläser, grinst breit und stößt mit mir an. Er nimmt einen Schluck und küsst mich mit Zunge durch den Champus, prickelndes Gefühl. Mir laufen ein paar Tropfen über’s Kinn und tropfen auf meine Brust.
Er zieht mich wieder hoch und legt mich über die Armlehne, den Po nach oben und tief ins Hohlkreuz. Ich spüre den nächsten Schlag und weiß, dass ich das nächste mal die Arme besser oben lassen sollte. Er schüttet mir das Glas komplett über den Rücken. Kalt lief er mir bis in den Nacken. Er schlägt noch einmal zu und ich bemerke, dass ich davon nur geiler werde. Ich höre wie er seine Hose öffnet und auszieht. Im nächsten Moment spüre ich seinen harten Griff in meinen Haaren. Er zieht mich von der Couch auf die Knie. Direkt vor seinen harten Penis. Ich schaue nach oben und weiß was er will. Also tue ich es, dafür bin ich da. P. gefiel es ganz offensichtlich denn er genießt es. Zieht mich aber nach ein paar Minuten wieder hoch und schubst mich zum Fenster. Er drückt mich wieder dagegen und im nächsten Moment spüre ich ihn auch schon in mich eindringen.
Die Nacht war noch lang, so viel kann ich euch verraten. Und es war wirklich guter Sex und ein wirklich geiles Spiel. Um fünf sanken wir dann erschöpft ins Bett und schliefen bis um Elf.

11.00: Ich bin zuerst aufgewacht, er schnarcht, da er leicht erkältet ist. Ich habe ein komisches Gefühl im Magen, soll ich mich zu ihm kuscheln, soll ich ihn aufwecken, wozu habe ich das Recht und wozu eben nicht. Ich entschied mich ihn schlafen zu lassen und mich schon einmal fertig zu machen, also ab unter die Dusche, rein ins Kostüm und auf die Schminke. Danach war er auch wach, schaute mich noch verträumt an und grinste über’s ganze Gesicht. Wir redeten noch ein wenig, er scherzt, ob ich einen Resisepass habe, nein, bis jetzt noch nicht und bevor ich mich versah saß ich auch schon wieder im Taxi zum Flughafen.

13.15: Wie gewohnt die selbe Maschine wie am Vortag, nur da sitzt jemand auf meinem Nachbarplatz, wieso das denn? Ich sah etwas ungläubig drein und setzte mich. Eine Stunde Flug. Wir starteten und ich kam mit meinem Nachbarmann ins Gespräch. Er flirtete wie ein Weltmeister, seine Kollegen saßen überall verteilt, die meisten schliefen.
Als wir landeten stellte ich mich natürlich wieder vor den Flughafen zum rauchen. Aus dem Gespräch im Flieger konnte ich heraushören, wer sein Chef war und genau dieser Mann flirtete mich noch am Gate an. Schräge Sache, ich bin dann relativ schnell geflohen, hatte ja noch einiges vor bis ich zuhause war.

Das war meine Erfahrung mit einer SugarDaddySeite auf der ich zwar keinen Sugardaddy gefunden, aber auch nicht wirklich gesucht hatte! Dafür habe ich einen Mann gefunden, der ein perfekter Sugardaddy sein könnte, aber keiner ist und er eine junge Frau bekommen hat, die genau das tut, was er will und so bin ich für begrenzte Zeit keine emanzipierte Frau (sonst könnte man mich schon fast Emanze schimpfen) sondern kann genießen, dass mich jemand führt, im Bett genauso wie im normalen Leben. Für mich ist der Versuch geglückt und ich hoffe ich kann ab jetzt öfter aus meinem Alltag rausfliegen und genießen.

Gott klingt das romantisch. Er ist ein kleines Arschloch, ich aber auch. Und ich steh drauf.

Allgemein · Sugardating

Sugar? No! Dad? NoNoNo!

Wie in meinem ersten Beitrag erwähnt, dreht es sich in diesem hier um meine erste Begegnung auf einer Sugardaddyseite. Hier findet ihr den dazu passenden Beitrag

Also los:

Ich war sehr unsicher, aber sein Profil hat mir auf eine schräge Art gefallen. (Hier mal ein kleiner Auszug in meinen Worten: <Hey, komme gerade ziemlich relaxt von einer Geschäftsreise zurück>  <Immer diese öden Businessgesichter, wer will schon so seinen Abend verbringen? Und nun suche ich diejenige, die hin und wieder mitreisen möchte, wenn du also in den nächsten Wochen meinst, mal raus zu müssen aus deinem Alltag, den Luxus der Welt zu sehen und hoch über den Dächern den Schampus poppen zu lassen…..>     Mehr fällt mir grade nicht mehr ein. Ups.)
Für einen Muggel (für mich der konservative 0815 Hanserla) mag das enorm überheblich, arrogant und arschig klingen. Ist es, keine Sorge, aber es ist ehrlich.
Bei den Profilangaben war er auch so wie ich es mir gewünscht hatte, also bei Angaben wie Privatvermögen, Einkommen oder Budget stand einfach, darüber möchte ich nicht reden. Es gab nur Basisangaben wie Haarfarbe, Figur, Größe und Augenfarbe, was für mich vollkommen ausreichend ist.

Soviel zu seinem Profil, dass mir tatsächlich als einziges wirklich gefallen hat.
Dann mal weiter im richtigen Text.

Er schreibt mir also:

Bonjour Madame. Was verschlägt dich auf diese und vor allem auf meine Seite. Deine Größe ist sehr attraktiv.

Klar, ich bin eine große Frau, das Kompliment (!?) habe ich schon zum drölften Mal gehört, aber er fragt mich etwas, dass nicht „Wie geht’s? Bock zu ficken?“ lautet. Also, schon mal ein Pluspunkt. Ich antworte wie gesagt höflich, ein bisschen schüchtern.
Ich spiele aber dennoch auf sein arschig-ehrliches Profil an, er gibt auch im nächsten Satz zu, dass es scheiße ist, er es aber ehrlich meint. Er stellt auch gleich klar, dass er keiner dieser Freaks dieser Plattform ist. Ist er auch nicht. (Zu den Freaks kommen noch ein paar Beiträge, die verlinke ich dann hier)
Wir schreiben also einige Zeit, wir teilen beide aus, stecken aber auch ein.
Er stellt sich vor, wir nennen ihn hier einfach mal P., ich bin Issi.
P. fragt mich, was ich hier suche. Ich weiß und wusste darauf wirklich keine passende Antwort. Ich erzählte von der Zeitschrift und das ich ein neugieriger Mensch bin.
Im Nachhinein weiß ich, dass wir beide falsch auf dieser Seite sind.
Er fragt mich nach einem Foto von mir, da mein Hochgeladenes noch nicht freigeschalten ist und gibt mir seine E-Mail Adresse.
So und dann saß ich da und überlegte. Ist er ein normaler Mensch oder Psycho. Schicke ich ihm ein Foto? Und wenn ja, welches? Mit Gesicht oder ohne?

Ich war mutig. Ich ging also in meine Wegwerf E-Mail und suchte aus meinem Computer ein Bild von mir ohne Kopf in einem Kleid. Neutraler Hintergrund. Fand das im nächsten Moment einfach zu wenig, also weitersuchen. Ich hatte vor einiger Zeit einen kleinen Fotowahn und bin von einem Fotografen zum nächsten gerannt. Ich fand ein älteres Foto  von einem damaligen Shooting. Ich festgebunden im Türrahmen, kein Gesicht zu sehen. Schwarz-weiß in einer alten zerfallenen Mühle. Ich mag dieses Bild sehr und dachte mir, wenn er dann nicht wegrennt, ist die erste Hürde überstanden. Ich schickte die E-Mail los und wartete.
P. schrieb nichts zu den Fotos. Sagt, dass er sich einen Kaffee holt. Ich frech wie ich bin, will natürlich auch einen und prompt kommt die Antwort. Gerne, nach XXX brauch ich aber ein paar Stunden. Ich war schockiert, woher wusste er, wo ich herkomme? Im Profil hatte ich etwas ganz anderes angegeben und dann fiel es mir brandheiß ein. Ich hatte die Daten im Bild nicht gelöscht, also wusste dieser fremde Mann jetzt wo ich wohne.
Ich saß vor meinem Laptop und ärgerte mich über meine eigene Blödheit. Da kam dann auch schon die nächste Nachricht. Er wollte wissen wer ich bin, ich sollte ein wenig erzählen, daraufhin bekam er meine Standard-Antwort. Frag mich was, ich will nicht meine komplette Lebensgeschichte erzählen. Dieser Spruch zieht immer. Eigentlich. Bei P. so gar nicht.

Da täuscht du dich sehr. Mich interessiert gerade das, was dir so zu erzählen einfällt. Wir sind doch nicht in einer Quizshow hier. Oder bei Germany’s Best What-The-Fuck-So-Ever.

Intelligente Antwort, gefiel mir, also schrieb ich was mir einfiel,…. Issi, 20, wohne in XXX und studiere ab September XXX. Schrieb noch, wie ich wohnte und ein paar Hobbies dazu. Er ging gleich auf meinen Studiengang ein, verarschte mich und ich war wieder etwas gedämpft in meiner Vorfreude.
Er fragte, wo ich denn gebürtig herkomme, wenn ich zum studieren umgezogen wäre.
Ich antwortete diesmal bereitwillig, denn in diese Stadt will ich sowieso nie wieder zurück. Als Antwort kommt gleich darauf, dass er dort am Donnerstag gestrandet war. Auto kaputt! Ich drückte ihm einen Spruch hinterher und meinte dass dies doch ein stressiges Leben sei. Geschäftsmann; ständig irgendwo anders. Aber nein, er war Donnerstag seine Schwester besuchen, diese Woche hat er sich frei genommen und nächste ist er in den USA, um eine Unterschrift zu machen.
Da kam von mir gleich das Vielfliegermeilen Kommentar (ich bin schon stolz, dass ich überhaupt weiß, was das ist)
und als Antwort kam zurück, dass er gar nicht wusste wohin mit ihnen (was ein Leben)
Ich schrieb, dass ich noch nie geflogen sei (was stimmte) und er dachte ich verarsche ihn. Nein, das war mein Ernst!
Wir schäckern noch ein wenig hin und her. Kommen von ganz allein von einem Thema ins nächste.
Im Laufe des Gesprächs kommen wir wieder aufs Fliegen, er fragt wo wir uns denn treffen, ich natürlich gleich, schöne Bar auf den Fidschis. Madame hat klare Vorstellungen. Ich muss sagen, dass das ein Kindheitstraum ist und ich keine Ahnung habe wieso.
Wir ulken wieder ein bisschen und er kommt dann wieder auf’s Thema zurück, wenn nicht Fidschi wo dann? Ich habe ein Auto, kann fahren und bot an vorbei zu kommen.
Er schickte einen Grinsesmilrey und eine Liste mit Städten, in denen er lebt und arbeitet. Ich solle mir doch eine aussuchen. Wir sortieren ein wenig aus, wo mein Autolein nicht hinkommt, Chicago wäre schwierig meine ich und schlage München vor. Er spricht nach 5 Minuten das Machtwort. Es soll Berlin sein. Mittwoch Abend zum Essen. Er schaut nach den Flugzeiten und mir wird bewusst, dass ich mich grade mit einem 50 Jahre alten Mann zum Essen in Berlin am Mittwoch verabrede und ich dort hinfliegen soll…. oh my fucking god!!!!
Er bekommt auch kurz Zweifel, aber ich denke mir. Was soll schon schief gehen. Er witzelt darüber und meint ich sei verrückt, ja, ja das bin ich wahrscheinlich.
Verrückt, naiv, provokant, mutig… da gibt es viele Worte die das beschreiben.
Er braucht noch Name und Geburtsdatum um meinen Flug zu buchen. War wohl eher als Scherz gemeint und verabschiedet sich dann. Ich schieße noch schnell die geforderten Daten hinterher und verabschiede mich auch, danach kam nur noch eine erschreckte Nachricht, ob das jetzt eine feste Zusage wäre, ich antworte mit einem JA!

Sonntag 11:18: Ich liege im Bett und der Chat von gestern blinkt auf. Ich solle in meine Mails schauen, sonst wäre der Flug auch innerhalb von Sekunden storniert. Ich öffne mein Müllpostfach und da ist doch tatsächlich die Buchungsbestätigung. Mein Herz klopft bis zum Hals, ich schreibe mit ihm in den nächsten Tagen noch. Und am Mittwoch ging es nach Berlin.

Sugardating

Meine Woche, mein Selbstversuch.

So, da fangen wir doch am Freitag an. Ich sitze in der Sauna im Ruheraum und lese eine alte, verschlissene Zeitschrift.
Ich stoße auf einen Artikel der mich tatsächlich interessiert, zwischen Crash-Diäten und Kalorienbomben-Rezepten.

Es geht um ein nicht ganz gesellschaftsfähiges Modell (meiner Meinung nach):
Der Sugardaddy/Sugarbaby-Beziehung und in diesem Artikel auch um eine bestimmte Webseite.

Man muss dazu sagen, ich stehe allem neuen, welches auch nur einen Hauch einer Brisanz hat, immer- ja – ein Stückchen zu offen gegenüber. Ich verschlang den Artikel regelrecht, in dem dieses Beziehungsmodell mehr als Geschäftsmodell dargestellt wird. Junge Frau angelt reichen alten Mann. Reicher alter Mann bekommt Sex, junge Frau alles was sie will.

Das klang für mich erst wie eine moderne Form der Prostitution. Ich meldete mich auf dieser Seite an, füllte mein Profil aus und war vollkommen verunsichert; muss ich zugeben. Ich suche mehr Erfahrung und kein Geld. Mich interessiert das Konzept nur, weil jeder Mann meines Alters im Kopf noch nicht halb so weit ist wie ich und mir auch noch nichts beibringen kann. Ich brauche keine Louis Vuitton (oder so ähnlich) Tasche oder Geld. In meinem Kopf schwirrten Gedanken umher, wie „sowas macht man nicht“ oder „Was würde Mama dazu sagen“ und trotzdem schaute ich mich einfach mal um. Man gab erst alles an, was auf jedem „normalen“ Datingportal auch gefragt wird. Größe, Alter, Name, Beruf, Wohnort, Raucher, Kinder und und und, aber dann kam die Frage „monatliches Budget“ und ich wurde stutzig. Ich gab also in diesem Feld erstmal gar nichts an, füllte noch meinen Flirttext aus und lud ein Foto hoch. Danach ging es auf Erkundungstour. Männer im Alter von 25- OpenEnd. Im Männerprofil werden Angaben zu Privatvermögen, jährliches Einkommen und  Budget einfach so runter geschrieben. Ich fühlte mich schlecht. Genau in diesem Moment. Ich hatte schon den Profil-löschen Button gesucht, als meine erste Konversation andockte. Ein Mann, um einiges älter als ich, im Profil stand 51. Im ersten Moment suchte ich noch verzweifelter den Löschen-Button.

Ich muss zugeben auf meiner ersten Erkundungstour hatte ich dieses Profil angeklickt und fand es schon mal besser, als alle anderen die ich bis dato gesehen hatte, denn es war zwar „arschig“ geschrieben, aber ehrlicher als alle anderen zusammen.

Dieser Mann schrieb mir jetzt: „Bonjour Madame“, machte mir ein Kompliment und ich dachte mir, ein Versuchschat wäre nicht verkehrt, wenn ich im Nachhinein darüber schreiben wollte. Also antwortete ich ihm, bedankte mich und sprach auch gleich das ehrlicharschig Profil an. Er gab zu, dass es so war aber, dass es ernst war. Er ist kein Sugardaddy schreibt er im nächsten Satz. Kein normaler zumindest. Bei ihm gibt es kein Taschengeld (könnte man meiner Meinung nach auch Gehalt nennen), kein Budget und auch kein Shopping. Nicht mit diesem Mann. Er ist auch der einzige auf dieser Plattform, der das so handhabt, soweit ich das bis jetzt einsehen konnte.
So und über ihn, kommt im nächsten Eintrag mehr.

Zum Abschluss muss ich leider sagen, die Zeitschrift hatte recht. Alte Männer, junge Frauen. Prostitution. Ich habe eine Anfrage bekommen in ein Hotel zu fahren, nur mit Mantel bekleidet und mich mit Augenbinde und geöffnetem Mantel vor sein Zimmer zu stellen. Ich hätte dafür 1000 Euro auf die Hand bekommen. Ich erwiderte diesem Menschen nur, dass er das auf anderen Plattformen oder Straßenecken billiger haben kann und das nicht Sinn und Zweck der Sache ist und ich für solche Dinge nicht zu haben bin. Das war nicht die einzige Anfrage dieser Art, es ging noch einiges perverser, aber ehrlich gemeinte Sugardaddies habe ich auf dieser Plattform nicht gefunden.

Und jetzt? Ich kann nur sagen in Deutschland funktioniert das Modell so wie ich mir dieses vorstelle wohl eher nicht.
Für mich bedeutet Sugardaddy eben schon, dass er älter ist, aber der Zucker ist für mich das Erlebnis, die Erfahrung, das Lernen und nicht die neue Tasche oder das vollere Konto. Vielleicht sollten sich das auch die Männer überlegen, was Sugardaddy bedeutet, wäre ich ein Mann würde ich mich fühlen wie ein Doktorvater des Lebens. Mann hat schon Fehler gemacht und es trotzdem geschafft und kann dann andere daran teilhaben lassen, aber gut ich glaube ich bin die einzige, die wirklich so denkt.